Mediale Forschungsgruppe zum Thema (ca. 2h 14min, acht Teilnehmerinnen: Anna, Heike, Dorothea, Katja, Carolin, Nicole, Tanja, Soledad)
1. Themenfindung
Nach einem Vorgespräch über alternative Archäologie (Apostelzeche, Donaukultur, Feenhaube) wird die Runde mit der Frage nach Anliegen und Intention eröffnet. Eine Teilnehmerin hatte das Thema angestoßen: unverarbeitete deutsche Kriegsgeschichte als Quelle für unterschwelliges Konfliktpotenzial und die Schwierigkeit, klar auf die aktuelle kriegsbelastete Lage zu blicken. Sofort tauchen die Themen Krieg, Ekel, Scham und Schuld auf – Themen, die auch als Grundlage für Krankheiten benannt werden.
2. Die kollektive deutsche Seele
Eingebracht wird die Sicht, das deutsche Volk sei Träger der Bewusstseinsseele und solle geistige Impulse für die Menschheitsentwicklung herunterbringen – weshalb starke Gegenkräfte wirkten (Beispiel Kaspar Hauser). Geäußert wird Müdigkeit gegenüber der ständigen Erinnerungskultur, der Verlust von Stolz und der Bedeutung von "Made in Germany" sowie das Gefühl von außen auferlegter Schuld durch die Alliierten. Eine Teilnehmerin, die in der Nähe von Mauthausen aufgewachsen ist, berichtet von dichten Energien dort; die Gruppe spricht über die politische Instrumentalisierung von Gedenkorten wie Mauthausen und Berlin.
3. Ahnengeschichten
Die Teilnehmerinnen teilen ihre Familiengeschichten und es zeigen sich folgende wiederkehrende Muster: Schweigen, Verdrängung als Überlebensstrategie, traumatisierte, emotional abwesende heimkehrende Männer, fehlende psychologische Hilfe, Frauen, die Männerrollen übernehmen und ihre Weiblichkeit "runterschlucken" mussten – verbunden mit Krankheiten wie zB. Schilddrüsenkrebs. Auch die Vergewaltigungen durch Besatzungssoldaten und die anschließende Stigmatisierung der schwangeren Frauen werden angesprochen, ebenso ein KZ-Überlebender, der bis über 90 Extremsportler war, weil er sich nicht spüren konnte.
4. Weiblichkeit und Ost/West
Es entsteht das Bild einer großen weiblichen Energie Deutschlands – eine milde, mütterliche, zugleich kämpferische Frauengestalt mit Zepter. Die Abwertung des Weiblichen wird thematisiert (herrlich/dämlich). Differenziert wird zwischen West und Ost: Die Trümmerfrauen und DDR-Frauen entwickelten eine Stärke aus Not und Härte, die nicht dem ursprünglich Weiblichen entspricht; Kinderbetreuung ab 8 Wochen wird einerseits als Versorgung, andererseits als Eingliederung ins System und Wegnahme von Weiblichkeit gesehen. Innere Stärke wird neu definiert: "Der Stärkste ist, der das größte Herz hat."
5. Verlorene Ostgebiete
Beim Thema Flucht aus Pommern und Schlesien wird eine tiefe Trauer des Verlusts spürbar, die betrauert werden darf – ohne etwas rückgängig machen zu wollen. Erwähnt wird der Streit zwischen Rechten und Linken um die Erinnerungskultur. Wahrgenommen wird, dass die Gebiete energetisch weiterhin zu Deutschland gehören, geografisch aber getrennt sind; die Frage der Sprache bleibt offen ("Herzenssprache" als Antwort). Auch Österreich-Bezüge kommen auf: der Aussichtsturm mit "Blick in die alte Heimat" und der Truppenübungsplatz Allentsteig mit zehn entsiedelten Ortschaften.
6. Mediale Arbeit
Die Gruppe geht in die sensitiv-mediale Phase. Gemeinsame Wahrnehmungen: goldene Flüsse und Fäden im Untergrund Deutschlands, Gold, das von oben hineinfließt, eine goldene Hand, immer mehr aufpoppende goldene Punkte – gedeutet als Frauen, die aufstehen, mütterlich-schützend, aber auch klar abgrenzend ("Bis hierher und nicht weiter"). Das Gold fließt besonders stark in die ehemals deutschen Gebiete und ins Grundwasser, wird über das Wasser aufgenommen und von innen nach außen gebracht, bis sich das Herztor in einem großen Schwall öffnet. Eine dunkle Energie, die um die Erde liegt und das Geschehen begünstigt hat, wird wahrgenommen als inzwischen geschwächt; das bewusste Hinschauen nimmt ihr weiter Kraft. Die Ahnen werden als stark präsent erlebt, dürfen ihre Trauer ausweinen und werden gehört; ein dickes Schloss zerbricht – Symbol für das gebrochene Schweigen. Rote Steine werden als Rubine erkannt: Lebenskraft, Blut, die rote Göttin, Fülle. Ein Satz fällt: "Frieden beginnt in mir, wenn ich meine inneren Kriege umarme."
7. Tieferer Ursprung
Wir suchen nach dem Ursprung und wir werden noch der der Weltkriege geführt: eine mittelalterliche Landschaft, in der etwas gebrochen wurde – es geht um die Unterdrückung des keltischen Wissens und der selbstverständlichen Verbindung mit Naturwesen und Natur. Die Kirche kam erst danach und "übermannte", was bereits geschwächt war; Kreuzzüge setzten sich darauf. Eine zweischneidige weiße Energie wird beschrieben: gleißend, unerbittlich, alles erbarmungslos beleuchtend – einerseits weckend und reinigend, andererseits kalt, manipulativ und übergriffig, wenn sie sich mit dem menschlichen Ego verbindet. In den unteren drei Chakren wirkt sie heilsam, ab dem Herzchakra kann eine Gier-Geste entstehen ("infiziert von Repto-Energie"). Es kann entschieden werden, welche Geste die Energie annimmt – weich oder hart –, was mit der Weiblichkeit und dem Entscheiden-Dürfen verbunden wird. Der ursprüngliche Bruch: Eine reine, weiche Schoß- und Heilenergie wurde "ins Herz getroffen" und nahm daraufhin eine kämpferische Geste an – die Wahrheit musste ab da erkämpft werden statt natürlich zu fließen. Im gemeinsamen Wahrnehmen verbinden sich das abgespaltene Helle und Dunkle wieder; daraus entsteht eine weichere, sanftere Qualität, und das Kämpfen ist nicht mehr nötig. Die keltische Urenergie breitet sich grün aus, dockt an die Wälder Deutschlands an – auch an die ehemalige innerdeutsche Grenze – und findet "wieder Heimat". Begleitend: Geruchswahrnehmungen (Regen auf saftigem Grün, ein Hauch Rose), körperliche Reaktionen (Halsenge, Druck im Nacken und in der Stirn, Husten, Hitze, später Weichheit am ganzen Körper, Auflösen von Verhärtungen), das Wort "Fülle" – Fülle im Sein, nicht im Haben oder Tun – sowie "Stolz" und "Freiheit", verbunden mit den Idealen der Französischen Revolution. Eine Wahrnehmung zu Österreich: zuerst Blut und Tränen, dann viel Weiß, ein Aufwachen, Schuld der Frauen, die sich löst ("Ich bin nicht schuld gewesen"), schließlich herüberschwappendes Gold und Herzöffnung – verbunden mit einer Wachsamkeit, sich nicht einlullen zu lassen. Eiskaltes Quellwasser erscheint als nährend, reinigend und klar.
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