Von Sterben und Schuld
- Soledad Davit
- 3. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Heute durfte ich auf dem Weg zum Flughafen etwas erleben, was mein menschlicher Verstand, wenn er ungefiltert und angetriggert reagiert hätte, ganz eindeutig verurteilt und als schuldig eingestuft hätte.
Ich bekam mit als ein Tier auf der Straße überfahren wurde. Ich konnte selbst nicht halten, da ich sonst den Flug verpasst hätte.
Es waren wenige Augenblicke.
Ein mulmiges Gefühl breitete sich aus, unangenehm, unklar, unschön.
Mein Verstand war noch nicht in die Gänge gekommen. Der Schreck hatte kurz eingeschlagen.
Ich wurde schnell in die Trance gezogen (ich fuhr nicht selbst).
Das geschieht oft, wenn etwas sofort passieren muss. Entweder will eine Botschaft vom geistigen Team übermittelt werden oder eine Heilung setzt ein.
Somit wurde ich geistig zur Unfallstätte geführt. Ich durfte erleben, wie die Seele des Tieres, riesengroß, feinstofflich, wunderschön, leicht und friedlich, sich langsam vom Körper loslöste. Mein menschliches Herz fühlte. Im normalen Zustand hätte ich lange geweint. Da erfuhr ich aber eine Neutralität, voller Gefühl und tiefer Wahrnehmung, ohne Emotion. Das kenne ich zwar gut, denn Trance ist mir sehr vertraut. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass gewaltsames Sterben zu einer meiner früheren Erfahrungen zählt und mich lange angetriggert hat.
Heute nicht.
Es wurde mir die Ordnung gezeigt, die hinter diesem Ereignis steht. Welche Weisheit zu Vorgängen führt, die wir als Menschen als „schlecht“ oder „böse“ urteilen. Wenn die Seele bereit ist zu gehen, sucht sie Wege, um ihr Ziel zu erreichen. Voller Weisheit und Führung, ohne Willkür. Ohne Urteil, Schuld, Angst, Scham und Trauer. Neutral. Ihrer Entscheidung vor der Inkarnation entsprechend.
Auch die Seele des Menschen, der das Tier überfuhr, war anwesend. Voller Schuld, Schmerz und Ohnmacht.
Die Seelen der zwei kommunizierten miteinander. Ohne Emotion. Leicht und friedlich. Das Gleichgewicht, der Sinn und die Weisheit hinter diesen wenigen Sekunden, in denen sich alles änderte, wurde der sich schuldig fühlenden Seele mitgeteilt. Frieden, und die schwere Last der Schuld löste sich. Ich schaute einfach zu. Unbeteiligt. Fühlend das Tanzen der Seelen.
Wie oft übernehmen wir eine Schuld auf uns, die nicht unsere ist? Und die vielleicht gar nicht vorhanden ist, sondern lediglich einem Konstrukt unterliegt, das rein menschlich ist und nichts mit den geistigen Tatsachen zu tun hat?
Denn so viel Macht über die Weisheit, die die Welten durchströmt, haben wir nicht. Alles unterliegt einer höheren Macht, die jenseits von Schuld und Scham ist. Die aus reinen Erfahrungen besteht, die die Seelen (in welcher Ausformung auch immer) machen wollen. Unser Urteilen und Schubladisieren in „gut“ und „böse“ ist an der Stelle eigentlich fehl am Platz.
Und damit ist nicht gemeint, dass wir ohnmächtig sind und gar keine Entscheidung haben. Nur: Welche Entscheidung wir getroffen haben, bevor wir die menschliche Form annahmen, vergessen wir oft auf dem Weg zur Inkarnation und somit unterliegen wir den irdischen Gepflogenheiten im Urteilen.
Der hellsichtige Blick, die geistige Wahrnehmung bringt Objektivität darin, zeigt, um welche Zusammenhänge es wirklich geht und warum etwas geschehen musste und sogar, dass der vermeintliche „Täter“ (aus menschlicher Sicht) sich manchmal als der Helfer entpuppt, der in dienender Haltung der anderen Seele sich zur Verfügung stellt.
Es wird hier nichts gutgeheißen oder gerechtfertigt, sondern nur der Blick von der anderen Seite weitergegeben.
Fühle und lasse unsere Worte nachklingen und für dich weiter sprechen, für deine eigene Erkenntnis.
In Liebe,
Soledad








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